Hinter der Eisenbahnstation gehen Sie roter Markierung folgend über den kleinen Fluss Libunka. Sie mündet in die Jizera südlich von Turnov. Danach steigen Sie ziemlich steil über Masov um die Pension zum einsamen Felsen am Rande des Plateaus von Hruba Skala, der Hlavatice heisst. Der Felsen ist mit Metalltreppe und Geländer versehen. Er bietet schöne Aussicht auf die Stadt Turnov, Jeschken-Kamm, Bezdez (Bösig) und Ralsko.
Unsere Strecke folgt immer rote Markierung durch den Wald zu der Burg Valdstejn, die ursprünglich gotische Burg war, die am Ende des 13. Jahrhunderts auf drei Sandsteinfelsen gegründet wurde. Sie war die Stammburg der Herren von Valdstejn. Sie verödete nach dem Feuer gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Die Aufmerksamkeit des Besuchers ziehen auf sich Kopien der Barockstatuen auf steinernen Brücken vom Jahre 1713. Originale sind im Inneren der auf dem Burgplatz stehenden Barockkapelle des heiligen Johannes von Nepomuk vom Jahre 1722. Der heilige Johannes der Täufer im Bild auf dem ersten Burghof soll den Anschein von K.H.Macha haben. In der Gaststätte hielt sich Musikkomponist J.B.Foerster auf. Die Ruinen der ursprünglicher Burg sind mit romantischen Nachbauten und Bemalungen aus 19. Jahrhundert ergänzt. Valdstejn ist im Eigentum der Stadt Turnov.
Nach der Besichtigung der Burg gehen Sie zurück zum Scheideweg beim Imbiss und danach auf roter Markierung. Dieser Weg ist manchmal Goldener Pfad des Böhmischen Paradieses genannt. Aus dem Scheideweg hinter der Waldlichtung geht ein nicht markierter Weg rechts zum Jiros (Kopic) Bauernhaus, einem der bekanntesten Bauten der Volksarchitektur im Böhmischen Paradies. Das Haus ist mit herrlicher Volksplastik des heiligen Georgs vom 1817 und mit vielen Felsenreliefen des Volkskünstlers, Bildhauers - Selbstlerners Vojtech Kopic ergänzt.
Unsere Hauptstrecke führt weiterhin roter Markierung folgend zu den Felsenaussichten auf die Felsenstadt von Hruba Skala (Skalak). Links können wir Certova ruka (Teufelshand) sehen, wo urzeitliche Besiedlung war, weiter die Aussicht U Lvicka (Beim Löwchen) und die Aussicht Na Kapelu (Auf Kapelle) mit dominierendem Kapellmeister.
Danach gehen Sie um das Arboretum Bukovina, das in den Jahren 1860-62 gegründet wurde. Es hat den Ausmass von 2,73 ha und sein Grund sind 35 Baumsorten, vor allem aus Nordamerika. Hinter dem Arboretum trifft sich rote Markierung mit gelber. Gelber Markierung folgend kann man links abbiegen und zur Marianska vyhlidka (Maria- Aussicht) kommen, die für die schönste im Böhmischen Paradies gehalten wird.
Die gelbe Markierung endet beim symbolischen Friedhof der Bergsteiger. Aus der Kreuzung roter und gelber Markierung kann man geradeaus ins Adamovo loze (Adamsbett) herabsteigen. Unsere Hauptstrecke führt aber auf dem rot markierten Goldenen Pfad des Böhmischen Paradieses zum Parkplatz mit Erfrischung beim Schloss Hruba Skala.
Das Schloss Hruba Skala wurde auf den Felsen an der Stelle der Burg Skala aus der Mitte des 14. Jahrhunderts gebaut, die dem Stamm Valdstejn gehörte. Im 16. Jahrhundert, im Besitz von Smiricti, wurde die Burg auf Renaissanceschloss umgebaut und später barockweise geändert. Romantisches Aussehen hat das Schloss durch den neugotischen Umbau der Herren aus Aehrenthal in der Mitte des 19. Jahrhunderts gewonnen. Nach dem Jahre 1948 diente es als Erholungsheim. Für die Veröffentlichkeit sind Schlosshof und Ausssichtsturm zugänglich. Auf dem Platz vor dem Schloss beachten Sie pseudogotische Kirche des heiligen Josephs vom Jahre 1812.
Aus dem Parkplatz beim Scheideweg biegen Sie rechts grüner Markierung folgend in die Felsenschlucht genannt Mysi dira (Maushöhle) und danach kommen Sie in das Gebiet von Draci skaly (Drachenfelsen). Sie gehen an der Statue des heiligen Prokops aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts vorbei und in den Kurort Sedmihorky herunter.
Ursprünglicher wasserheilender und klimatischer Kurort, der durch den Besitzer der Herrschaft A. Lexa von Aehrenthal und den Arzt aus Lomnice A. Slechta gegründet wurde, wurde am 15.5.1842 geöffnet. In den siebzigsten Jahren traf sich hier die Gesellschaft mit Jan Neruda an der Spitze, die den Begriff Böhmisches Paradies eingeleitet hat. In der Mitte des Gebäudenkomplexes steht die Büste von A. Slechta von J.V. Myslbek.
In Sedmihorky können Sie Ihre Wanderung schon beenden, zum Bahnhof gehen und mit dem Zug nach Turnov zurückkehren. Die Hauptstrecke führt auf dem blau markierten Anger-Pfad an den rekonstruierten Quellen (Antonin, Joseph, Korensky) vorbei, unter bekannteste Felsen der Felsenstadt. Sie gehen unter Taktovka (Taktstock) und Kapelnik (Kapelmeister) durch den Durchgang zwischen Sfinga und Mravenci vez (Sphinx und Ameisenturm) und steil steigen Sie zurück auf das Plateau von Hruba Skala, wo Sie noch Janova vyhlidka (Johannes Aussicht) besuchen können. Danach kommen Sie wieder auf rot markierten Goldenen Pfad des Böhmischen Paradieses bis zur Burg Valdstejn. Für die Rückreise nach Turnov empfehlen wir grüne touristische Markierung über Pelesany.
Man kann die Strecke verkürzen, wenn Sie als den Ausgangspunkt den Parkplatz unter der Burg Valdstejn wählen. Von hier aus gehen Sie zur Burg grüner Markierung folgend. Zum Parkplatz gelangen Sie am besten, wenn Sie aus der Stadt Turnov in der Richtung Jicin fahren und gleich hinter der Stadt bei der Tankstelle nach Pelesany abbiegen. In Pelesany müssen Sie noch einmal auf der Kreuzung mit Telefonzelle links abbiegen. Bis zum Parkplatz am Friedhof vorbei fahren Sie auf der rot markierten Strecke für Radfahrer.