Lomnice nad Popelkou ist die Stadt unter dem Berg Tabor am kleinen Fluss Popelka. Das Dorf mit Festung ist schon im Jahre 1308 erwähnt. Später entstand eine Untertanenstadt vom regelmässigen Grundriss. Zu ihren Besitzern gehörten Herren vom Stamm Kosik, Valdstejn und seit dem 17. Jahrhundert Stamm Morzin. Die Stadt hat lange Tradition in der Textilfertigung. Die Weberzunft entstand hier schon im Jahre 1578. Seit dem Jahre 1810 wurden in Lomnice bekannte Zwiebacke hergestellt.
Am Oberende des Platzes steht das Barockschloss aus dem Jahre 1737, das an der Stelle ursprünglicher Festung enstanden und heute zweckmässig ausgenutzt ist. Im Rathaus aus dem Jahre 1864 ist eine Gedenktafel angebracht, die an den Aufenthalt von B. Smetana im Jahre 1871 erinnert. Im Neuklassizismusstil auf dem Marktplatz erbauten Groben Haus von Slechta ist das Stadtmuseum (Exposition der Geschichte von Lomnice und Umgebung, Ethnographie, Zoologie und Mineralogie, Bildergalerie, Repräsentationszimmer der Familie Slechta). Gotische Kirche des heiligen Nikolaus verbrannte im Jahre 1590 und auf ihrer Stelle wurde die Spätbarockkirche in den Jahren 1781-82 erbaut.
Interessant ist die Friedhofkapelle des heiligen Johanns des Täufers aus dem Jahre 1768 und daneben steht ein holzernes Glockenhaus aus dem Jahre 1652. Im Jahre 1995 wurde die Gruppe von kleinstädtischen gezimmerten Häusern im Teil Karlov für die Denkmalzone erklärt.
Unsere Strecke beginnt beim Wegweiser im Unterteil des Marktplatzes mit roter Markierung in der Richtung nach Tabor. Hinter der Stadt überqueren Sie zweimal die Eisenbahn und beginnen zum Berg Tabor steigen. Unter dem Gipfel finden Sie den Kreuzweg aus dem Jahre 1898. Dieser beginnt beim Brünnlein Krizovka, wo die Plastik von Christus ist, der Lazarus heilt. Kleine Ziegelkapellen des Kreuzwegs sind mit Eisengussreliefen geschmückt, die in Eisenwerken in Blansko abgegossen wurden. Der Melaphyrberg Tabor (678 m) wurde ursprünglich Chlum genannt. Die heutige Benennung enstand nach den Volksversammlungen in hussitischen Zeiten. Die Barockkirche der Transfiguration des Herrn vom Jahre 1704 war ursprünglich gotische Kapelle. Die touristische Hütte mit dem Aussichtsturm ist geschlossen.
Für die Strecke Tabor - Morcinov schlagen wir zwei Möglichkeiten vor. Die anspruchsvollere Strecke steigt zur Unterführung bei Novy Svet (Neue Welt) hinab und steigt wieder zur Burgruine Kozlov hinauf. Die leichtere Strecke führt über Kosov. Beide Strecken führen aus dem Gipfel von Tabor gemeinsam roter und blauer Markierung folgend. Die leichtere Strecke führt auf dem roten Goldenen Pfad des Böhmischen Paradieses am Kreuz von Allain nach Kosov vorbei. Den Steinkreuz von Allain liess der Besitzer der Herrschaft Kamil Rohan zur Erinnerung an seinen Bruder Allain bauen, der beim Pferderennen ums Leben gekommen ist.
Weiter roter Markierung folgend an der Kreuzung mit gelber Markierung vorbei und durch das Dorf Kosov, wo man in örtlicher Gaststätte essen kann. Über Kosov biegen Sie links roter Markierung folgend ab, die gemeinsam mit grüner und gelber Markierung führt und dann kommen Sie zum Rand von Morcinov, wo sich beide Strecken wieder einigen.
Die schwerere Strecke biegt unter Tabor links mit blauer Markierung ab, Sie folgen diese bis zum Turm von Allain. Neugotischer Bau diente ursprünglich als ein Aussichtsturm und Jagdanstand. Heute ist er im schlechten Stand und mit Bäumen verwachsen.
Unter dem Turm von Allain folgen Sie blaue Markierung zusammen mit gelber. Die gelbe biegt unter Hura zum kleinen See im Quellgebiet des Flusses Cidlina ab. Unsere Strecke folgt blaue Markierung zur Unterführung am Rande von Novy Svet. Nach einer kurzen Strassenstrecke biegen Sie immer blauer Markierung folgend links auf breiten Waldweg und auf diesem kommen Sie zur grünen Markierung. Sie folgen die grüne steil aufwärts.
Nachdem Sie zum Gipfel kommen, steigen Sie hinab in einen kleinen Sattel, wovon eine Abbiegung zur Burgruine Kozlov führt. Diese kleine Burg stammte aus dem 14. Jahrhundert und in der Mitte des 15. Jahrhunderts war sie schon öde. Im Wald gibt es nur geringe Überreste von Mauern, Graben und Schanzen. Ein Zeichen führt Sie wieder zur ursprünglichen grünen Markierung, ohne zurückzugehen. Die grüne Markierung führt am Rande von kleinen Melaphyrfelsen und über dem Wald erscheint rote und gelbe Markierung am Rande der Ortschaft Morcinov.
Unsere Strecke folgt rote Markierung in der Richtung nach Rovensko pod Troskami. Nachdem Sie den höchsten Punkt des breiten Kammes überwinden, öffnen sich Ihnen wunderschöne Blicke auf die Mitte des Böhmischen Paradieses, die voll früher beliebte und heute schon verwachsene Aussicht von Smetana über Rvacov ersetzen. Unter dem Kamm biegen Sie rechts auf rotem Pfad für Radfahrer und auf einem Feldweg mit ständigen Ausblicken gelangen Sie an den Rand der Einsiedelei Popelka, wo Sie rechts auf roter und gelber Markierung abbiegen. Nach Lomnice nad Popelkou kommen Sie grüner Markierung folgend, nachdem Sie noch durch das Skiareal mit Schischanzen V Popelkach durchgehen.