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Jicin - Libosad

6,5 / 8 km

1. Jicin Platz - Libosad (2 km) - unter dem Gipfel Zebin (2,5 km) - Kbelnice (4,5 km) - Jicin Platz (6,5 km)
2. Jicin Platz - Libosad (2 km) - Valdice (3 km) - unter dem Gipfel Zebin (4 km) - Kbelnice (6 km) - Jicin Platz (8 km)
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Jicin ist eine Kreisstadt, zum erstenmal im Jahre 1293 als Eigentum tschechischer Königinen erwähnt. Sie war im Besitz von der Familie Wartenberk und Smiricti. Den grössten Aufschwung erlebt die Stadt am Anfang des 17. Jahrhunderts, wenn Generalissimus österreichischer Heere Albrecht von Waldstein mit der Hilfe der italienischer Architekte aus Jicin die Hauptstadt seines Herzogstums von Frydlant schaffen wollte. Damals entstand hier die erste Frühbarock-Landschaftkomposition in Böhmen. Am 29. Juni 1866 endete in den Strassen der Stadt die Schlacht zwischen österreichischer und preussischer Armee.

Jicin ist der Geburtsort des Literaten Josef Stefan Kubin, Schriftstellers von Mädchenromanen Stanislav Rudolf und Schauspielers Zdenek Rehor. Der Aufenthalt von Vaclav Ctvrtek in Jicin inspirierte den Autor zur Serie der Märchen über Räuber Rumcajs und weitere, zu denen der Maler Radek Pilar die künstlerische Gestalt gab. Heute findet das Festival "Jicin - Märchenstadt" jeden September in Jicin statt.

Unsere Wanderung um Jicin herum beginnt auf dem Wallenstein-Platz, wo die Barocksäule von Maria aus dem Jahre 1702, Krönungsempirebrunnen aus dem Jahre 1836 und Brunnen mit der Statue von Amfitrite vom Bildhauer Sucharda aus dem Jahre 1837 stehen. In der südöstlichen Ecke des Marktplatzes steht ein geräumiges Barockschloss¸ wo heute Kreismuseum und Galerie sind. Im Schloss fanden im Juni 1813 Verhandlungen zwischen dem österreichischen Kaiser Franz I. und den Vertretern von Preussen und Russland statt, die zu dem Abschluss der Heiligen Allianz führten, welche gegen Napoleon vor seiner vernichtenden Niederschlage bei Leipzig orientiert wurde.

Nebenan steht die Kirche des heiligen Jakob des Grösseren, die ein Torso der von Albrecht von Wallenstein beabsichtigten und in Jahren 1627-34 gebauten Bischofskathedrale ist. Die Dominante des Marktplatzes ist Tor von Valdice aus den Jahren 1568-70. Der Turm ist 52 m hoch und aus seinem Umgang gibt es eine herrliche Aussicht in die Umgebung. Die Häuser auf dem Wallenstein-Platz sind am meisten im Rennaissance- und Barockstil. Auf allen vier Seiten des Marktplatzes ist die Laube erhalten.

Aus dem Platz gehen Sie durch Valdice-Tor aus. Hinter diesem ist ein Wegweiser mit markierten Wegen; von hier aus folgen Sie rote Markierung an der Fontäne vorbei, durch Havlickova Strasse. Hinter dem Kreisamt gelangen Sie zum Rand der Lindenallee, die eines der meist erhaltenen Elemente der frühbarockartig komponierten Landschaft ist. Die Allee ist 1,7 km lang und von 1200 Linden gebildet.

Sie folgen immer die rote Markierung, links sehen Sie ehemalige Kaserne und rechts das Stadtsportareal. Am Ende der Allee empfehlen wir den Besuch von Libosad mit Wallenstein Loggie aus den Jahren 1630-34. Es war ursprünglich ein Garten mit einem Wildpark, gebunden mit dem Gebäude des Ehrenhofes und mit Loggie - Sala terrena, wo die Adelgesellschaft sich unterhalten sollte. In der Nordecke des Parkes ist romantische Einsiedelei. Heute wird das ganze Objekt repariert.

Auf unserer Strecke können wir rote Markierung bis zu Valdice folgen oder auf gelber Markierung unsere Wanderung unter den Gipfel Zebin verkürzen.

Nach Valdice setzt rote Markierung fort. Aus der Kreuzung mit blauer Markierung werden Sie später unter Zebin, blauer Markierung folgend, fortsetzen. Zuerst können Sie den Platz anschauen, wo Sie am nähesten zum Objekt des ehemaligen Kartäuserklosters sein werden, welches Albrecht von Wallenstein im Jahre 1627 als einen Bestandteil des ganzen Komplexes gegründet hat. Das Hauptgebäude war die Kirche der Mariä Himmelfahrt, wo die sterblichen Überreste des Gründers vor der Überführung nach Mnichovo Hradiste waren. Das Kloster wurde vom Kaiser Josef II. im Jahre 1782 aufgelöst und in den Jahren 1855-56 auf eine Strafanstalt umgebaut. Als Gefängnis dient es bis heute.

Vom Gefängnis müssen Sie zur Kreuzung mit blauer Markierung zurück und auf dieser im Hang des Gipfels Zebin zum Komplex eines Friedhofes, Kirche und holzernen Glockenhauses, wo sich unsere Strecke wieder mit gelber einigt, welche direkt vom Libosad kommt. Die Liebhaber der Aussichten können relativ ansprungsvollen Ausstieg auf den Gipfel des Basalthügels Zebin wählen, der typische kegeförmige Form hat. Obenauf steht Barockkapelle der heiligen Maria Magdalena. Von hier aus gibt es wunderschöne runde Aussicht. Auf der Westseite des Hügels ist ein verlassener Steinbruch.

Nach der Rückkehr zur Kirche folgen Sie weiterhin die blaue Markierung an einem Bauernhof vorbei, wo man heute Pferde züchtet. Sie gehen an einem ehemaligen Exerzierplatz bis zur Kreuzung mit gelber Markierung vorbei, auf dieser rechts nach Kbelnice. Vor dem Eintritt in die Ortschaft übertreten Sie kleinen Fluss Cidlina, der unweit unter Tabor entspringt.

In Kbelnice gelangen Sie zur Kreuzung mit blauer Markierung und hier links gehen Sie zurück nach Jicin. Die Liebhaber der Kriegsgeschichte können in der Umgebung von Kbelnice viele Erinnerungen an die Schlacht zwischen dem österreichischen und preussischen Heer finden, die in diesem Raum am 29. Juni 1866 stattfand.

Unsere Strecke folgt blaue Markierung um Cidlina bis zum Rand von Jicin. An Gärtenkolonie und städtischem Freibad vorbei gelangen Sie zum Damm des Teiches Knize. Bei der Galerie Am Damm biegen Sie links ab und zusammen mit roter Markierung kommen sie zum Lepar Gymnasium. Hier biegen Sie mit touristischen Markieungen rechts ab und durch Palackz Strasse gelangen Sie zum Wallenstein Platz (6,5 km - über Valdice 8 km).

29.4.2004 13:21:44 | abgelesen 12121x | iguana
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