Rovensko pod Troskami ist eine kleine Stadt schon seit dem Jahr 1407, wenn sie bei einer älteren Ortschaft am Tyn entstanden ist. Im Mittelalter wurde Eisenerz in der Umgebung gewonnen und verarbeitet. Rovensko wurde im Mittelalter als Stelle bekannt, wo Edelsteine geschliffen wurden. Eine Saga erzählt, dass die Schleifer aus Italien in der Zeit von Karl dem IV. gekommen sind und Ortsbevölkerung Edelsteine schleifen gelehrt haben. Die Edelsteine aus der Umgebung wurden für die Ausschmückung der Kapelle des heiligen Kreuzes und der heiligen Katherina in der Burg Karlstein und auch in der Kapelle des Sankt-Veits-Doms in Prager Burg benützt. Am Anfang des 17. Jahrhunderts befasste sich der dortige Pfarrer Simon Tadeas Budek mit dem Suchen von Edelsteinen, der für diese Tätigkeit ein Sonderprivilegium sogar vom Kaiser Rudolf II. erwirkt hat.
Auf dem Marktplatz steht ein Empirerathaus aus dem Jahre 1803, das im Neurenaissancestil im Jahre 1904 umgebaut wurde. Im Teil Na Tyne steht ursprünglich gotische Kirche des heiligen Wenzels, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts umgebaut wurde. Sie hat gotisches Gewölbe, Renaissancetaufbecken aus dem Jahre 1575 und Barockaltarbild des heiligen Wenzels von V. V. Rainer. Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Rovensko ist das holzerne Glockenhaus aus dem Jahre 1629 mit sogenannten Rebellionsglocken, die das Herzen nach oben verkehrt haben. Die Glocken Heiliger Wenzel, Heiliger Johann der Täufer und Heiliger Georg werden in die Bewegung durch Treten der Bedienung gesetzt. Das Glockenhaus ist mit dem Begleiter zugänglich.
Unsere empfohlene Strecke beginnt man auf dem Marktplatz in Rovensko, von hier aus folgt man blaue Markierung in der Richtung nach Borek pod Troskami. Aus der Hauptstrasse biegt man rechts ab und nachdem man Wenzels-Bach überschreitet, steigt man unter Häusern an den Rand des Städchens. Auf dem Pfad immer blauer Markierung folgend über Wiese und in den Wald, wo man Bezeichnung Naturschutzgebiet sehen kann. Weiter durch ein kleineres interessantes Felsengebiet genannt Borecke skaly. Ein Sandsteinplateau beim Gipfel Bor ist mit einer 20 bis 50 m hoher Felsenwand beendet.
Blaue Markierung führt Sie zur Aussicht von Svatopluk Cech, woraus es ein der schönsten Blicken an Trosky gibt. Der Dichter Svatopluk Čech war oft in Rovensko pod Troskami und liebte Wanderungen in der Umgebung. Er hat auch ein Gedicht über Trosky geschrieben, das er als Gespräch zwischen den Türmen Panna und Baba konzipierte. Svatopluk Čech hat sogar sein Denkmal von S. Sucharda vom Jahre 1913 im hiesigen Park.
Aus der Aussicht setzt man auf den Pfaden zwischen Felsen nach Borek pod Troskami fort, wo man ein Stück auf der Hauptstrasse geht. Auf der Kreuzung beim Bahnhof biegt man links ab und auf einer örtlichen Strasse, immer blauer Markierung folgend beginnt man zu Trosky steigen. Hinter der Einsiedelei Rokytnice beginnt die Markierung steil durch eine Wiese, einen Wald, und schliesslich durch Obstgärten steigen. Die Markierung führt uns bis zum Tor der Burg Trosky.
Die Burg wurde von Cenek aus Vartenberk auf zwei präparierten Türmen eines Basaltausgusses in den Jahren 1380-90 gebaut. Sie verödete während des Dreissigjährigen Krieges. Der höhere Turm heisst Panna (Jungfrau) (59 m) und der niedrigere Baba (Weib) (49 m). Eine Saga, die diese Benennung erklärt, stammt aus dem Beginn des 15. Jahrhunderts, wenn die Herren aus Bergov die Burg besassen. Damals siedelte alte Frau von Bergov auf der Burg, die hussitischen Glauben hatte und ihre Enkelin Katholikin war. Die Saga sagt, dass die alte Bergovna im niedrigeren und ihre Enkelin im höheren Turm siedelten. Sie haben sich nicht vertragt und oft laut gestritten, dass man das auch unter der Burg hören konnte. Die Leute begannen dann die Türme Baba und Panna nennen. Heute kann man den Aussichtsturm aus dem 19. Jahrhundert besuchen und, nachdem die Treppe beendigt wird, auch den Turm Baba besteigen. Trosky bieten eine wunderschöne Aussicht aus der Mitte des Böhmischen Paradieses. Die Ruinen der Burg Trosky sind eine Staatsburg, man bezahlt hier Eintritt und ein Begleiter gibt Erklärungen.
Vom Burgtor steigt man grüner Markierung folgend hinunter. Wechselweise über Wiesen und durch Wald kommt man zu Dlouha Ves, hinter dem Dorf überschreitet man kleinen Fluss Libunka, der hier ursprüngliche Mäander und Uferbestände erhalten hat. Grüne Markierung führt uns weiter über Wiese zur Hauptstrasse, ein Stück bis zur Kreuzung. Hier über die Hauptstrasse und zusammen mit grüner Markierung auf einer örtlichen Strasse zurück nach Rovensko.