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Täler unter Trosky

10 km

Vidlak - U Pribyla (3 km) - Nebakov (5 km) - Trosky (8 km) - Vidlak (10 km)
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Die Naturreservation Täler unter Trosky wurde zum Schutz des umfangreichsten Komplexes von Nassgallenbiotypen im Böhmischen Paradies erklärt. Es sind Canontäler, umgesäumt von Quadersandsteinen, mit acht erhaltenen Teichen (Rokytnak, Hrudka, Vidlak, Krcak, Vezak, Dolsky, Nebak und Podseminsky Teich). Die Teiche unter Trosky sind Beispiel der Umgestaltung der Landschaft durch den Menschen.

Aus Talfluren und Nassgallen wurde ein System von Teichen im 16. Jahrhundert gebaut. Das entstandene Teichsystem ermöglichte wirtschaftliche Ausnutzung des Gebietes und hat auch interessante ästhetisch und ökologisch ausgewogene Landschaft gebildet. Es kommen hier interessante Gemeinschaften von Nassgallepflanzen und Wasservögeln vor. Es handelt sich um ein Gebiet des ausserordentlichen landschaftlichen und naturwissenschaftlichen Wertes.

Unser empfohlener Umkreis beginnt auf dem Parkplatz beim Teich Vidlak, den der aus unweitem Wasserscheidetorfmoor ausfliessende Bach Jordánka tränkt. Jordanka tränkt noch Teiche Krcak und Vezak und mündet hinter dem Sumpf U Pribyla in Zehrovka.

Von Vidlak aus gehen Sie gelber Markierung folgend um die Ausfluggaststätte. Auf der linken Seite erblicken Sie kurz kleineren Teich Krcak und durch das Tal gelangen Sie zum Vezicky Teich im Ausmass von 6 ha, der mit seiner Szenerie zu den schönsten im Böhmischen Paradies gehört. Die sich im Wasser des Teiches spiegelnde Felsen haben oft Filmleute zum Drehen von romantischen Szenen inspiriert. Im Sommer kann man im Teich auch baden. Am Ufer des Teiches ist Informationszentrum des Schutzgebietes in der Saison im Betrieb.

Von der Informationstafel beim kleinen Parkplatz bei der Strasse gehen Sie links grüner Markierung folgend. Ein Stück von der Kreuzung befindet sich an der rechten Seite ausgiebige Quelle Prdlavka, die zu den bekanntesten im Böhmischen Paradies gehört. Man hat sogar in der Vergangenheit an ihre heilende Wirkung geglaubt.

Grüne touristische Markierung führt Sie weiter die Strasse entlang. Links gibt es schöne Anblicke auf die unberührte Natur des Auenwaldes der im Bett eines ehemaligen Teiches enstanden ist. Am Scheideweg U Přibyla bei der Mündung von Jordanka in Zehrovka übergehen Sie links zur roten Markierung und weiter dann durch das Tal des Flusses Zehrovka stromabwärts zur Podseminsky Mühle. Zehrovka quellt im westlichen Teil von Prachov Felsen, sie ist 24 km lang und mündet in Jizera bei der Ortschaft Brezina.

Nachdem Sie durch den Hof der Mühle gehen, setzen Sie den Podseminsky Teich entlang bis zum Nebakov zur Mühle fort, die schon im 15. Jahrhundert erinnert ist und deren heutige Gestalt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts kommt. In der Nähe, in einer ausgehauten Nische steht die Statue des heiligen Johannes Nepomucensis aus dem Jahre 1740. Schon in dreissigsten Jahren ist am Deich des Nebakov Teiches romantische Pension entstanden, die immer viel besucht wird, und es gibt hier Möglichkeit der Erfrischung. Im Sommer kann man im Teich auch baden. Auf bewaldetem Felsenvorsprung südlich vom Erholungszentrum war im Mittelalter eine kleine Burg. Es ist dort erkennbare Festungsstätte geblieben.

Von Nebakov aus setzen Sie blaue Markierung folgend durch schmales Tal fort. Die Umgebung ist bedeutender Nestplatz von Raubvögeln und Eulen. Sobald Sie zur Strasse bei der Ortschaft Semin kommen, beachten Sie die Reste der grössten Befestigung aus keltischer Zeit und der tschechischen Urzeit. Man kann dort einen Teil gewaltiger, fast zehn Meter hoher Schanze erkennen.

Blaue Markierung setzt die Strasse entlang nach Troskovice fort. Hinter dem Dorf einigen sich blaue und grüne touristische Markierungen beim Denkmal von Gefallenen aus dem ersten Weltkrieg. Die grüne Markierung kommt aus unweitem Lagerplatz Svitacka, der am Rand einer interessanten Felsenstadt Apolena (Naturreservation) am Südhang von Trosky liegt.

Unsere Strecke steigt blauer und grüner Markierung folgend zum Hotel Pod Troskami, wo man sich erfrischen kann. Auf dem Weg öffnen sich nach und nach wunderschöne Anblicke auf das ganze Böhmische Paradies. Leider kann man auch devastierte Landschaft in der Umgebung von Hrdonovice sehen, wo man immer intensiv Qualitätssand für Glasindustrie gewinnt.

Aus dem Parkplatz können Sie die Dominante des Böhmischen Paradieses - Burgruine Trosky (488) besteigen. Die Burg wurde auf zwei preparierten Basalttürmen durch Čeněk aus Vartenberk in den Jahren 1380-90 erbaut. Sie wurde während des Dreissigjährigen Krieges verödet. Der höhere Turm wird Jungfrau (59 m) und der niedrigere altes Weib (49 m) genannt. Man kann den Aussichtsturm aus dem 19. Jahrhundert besteigen, und nach der Beendigung der Treppe auch den Turm altes Weib.

Aus der Burg kommt man zurück auf den Parkplatz und roter Markierung folgend setzt man eine Strassenstrecke nach Tachov fort. Hinter der Ortschaft steigen Sie in den Ausgangspunkt der Strecke zum Vidlak herab. Beim Vidlak hinter dem Parkplatz gibt es im Sommer auch einen einfachen Lagerplatz im Betrieb.

29.4.2004 13:31:27 | abgelesen 10371x | iguana
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