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Turnov - Klokocske Felsen

8,5 / 13 km

1. Turnov Platz - Abbiegung zum Zdencina skala (4,5 km) - Klokocské pruchody (Klokocske Durchgänge) (6,5 km) - Rotstejn (7,5 km) - Na Spici (Bushaltestelle) (8,5 km)
2. Turnov Platz - Abbiegung zum Zdencina skala (4,5 km) - Klokocske pruchody (Klokocske Durchgänge) (6,5 km) - Turnov Platz (13 km)
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Die Stadt Turnov wurde im Tal des Flusses Jizera um das Jahr 1250 von Jaroslav und Havel vom Stamm Markvartic gegründet. Schnell wurden hier Gewerbe entwickelt. Schon im 17. Jahrhundert enstanden hier erste Glashütten (Hütte von Paclt) für die Fertigung von Kunstedelsteinen aus Glas. Im 16. Jahrhundert arbeitete eine Reihe von Schleifwerkstätten in Turnov, die hiesige und importierte Edelsteine bearbeiteten und schliffen. Im Jahre 1884 enstand hier die erste Juwelierschule in Europa.

Wir beginnen unseren Ausflug auf dem Platz des Bohmischen Paradieses, zu dessen Dominanten das Rathaus aus dem Jahre 1526, im Jahre 1894 im Neurenaissancestil umgebaut, gehört. In der Nähe des Marktplatzes befindet sich die Barockkirche des heiligen Nikolaus. Sie verlassen den Marktplatz längs der Barockklosterkirche des heiligen Francesco d'Assisi, die im Empirestil geändert wurde, in der linken obigen Ecke durch Skalova Strasse, roter, blauer und grüner Markierungen folgend.

Sie gehen an dem Kreismuseum des Böhmischen Paradieses vorbei, dessen Besuch wir wärmst empfehlen. Es sind hier unikate Expositionen von Edelsteinen und Schmuckstücken. Zu den interessantesten Exponaten gehört das panoramatische Bild von Mikolas Ales ?Hinmorden der Sachsen unter Hruba Skala? mit Abmessungen von 8,5 x 10 m.

Die Markierungen führen uns weiter durch Skalova Strasse um die Hütte von Paclt (heute Weinstube) und Mittlere Kunstgewerbeschule (Juwelierschule) in die Zizkova Strasse und danach in den Stadtpark von Metelka, wo Sie rechts, roter Markierung folgend, abbiegen. Nachdem Sie durch den Park gehen, kommen Sie zur Quelle Gottes-Wasser und auf die Strasse und immer roter Markierung folgend gelangen sie nach Zaholice. Von hier aus führt unsere Strecke unter kleinen Felsen in weniger bekannte Betlemske Felsen, die ein Bestandteil des Naturschutzgebiets Klokocske skaly bilden.

Sie gelangen zur Abbiegung zur Aussicht Zdencina skala, die wünderschönen Blick in das Tal von Jizera ermöglicht. Wenn Sie sich für die Aussicht entscheiden, müssen Sie denselben Stück zurück. Unsere Strecke folgt rote Markierung um Pseudokarsterdfälle dicht an dem Rand des Felsenplateaus, wo Sie oft abgerundete Felsenformationen sehen werden, die man hier Elephantenkämme nennt. Über dem Durchgang oberhalb des Dorfes Klokoci kommen Sie zur gelben Markierung.

Jetzt schlagen wir Ihnen zwei Möglichkeiten vor. Entweder rote Markierung über Rotstejn auf die Kreuzung Podloktusi und nach Turnov mit dem Bus zurück, oder gelber Markierung folgend nach Turnov an der Höhle Postojna fortzusetzen.

Wenn Sie die erste Möglichkeit wählen, werden Sie gelber Markierung folgend am Rande der Klokocske skaly fortsetzen. Die Felsen sind mit paläozoischen Oberkreidesandsteinen in der Dicke von bis 60 m gebildet, die in ein mit etwa 1600 m langer Felsenwand beendetes Plateau aufgehoben wurden. Die Klokocske und Betlemske Felsen bilden ein Naturschutzgebiet im Ausmass von 228 ha.

Der Pfad führt unter Felsen, über Brücken und Treppen und um Pseudokarsterdfälle. Häufig sind Ausblicke auf Klokoci, Hamstejnsky Kamm und den höchsten Gipfel des Böhmischen Paradieses - 744 m hohen Kozakov mit dem Aussichtsturm. Auf seinem Hang können Sie die Sandsteinscholle der Felsenstadt Drabovna sehen.

Der südliche Rand von Klokocske Felsen ist mit der Felsenburg Rotstejn gebildet. Die kleine Burg wurde auf den Felsen am Ende des 13. Jahrhunderts von den Herren aus Hrustice, Gründern der Stadt Turnov, gegründet. Sie wurde im 15. Jahrhundert verödet. Erhalten sind Felsenräume, Löcher nach Balken und Mauerreste des Palastes. Für die Burg ist der Felsenturm ?Tor mit dem Fenster? typisch. Die Burg wird nach und nach unter Hut der Gesellschaft der Freunde von Klokocske Felsen unter Unterstützung der Gemeinde Mirova pod Kozakovem zugänglich gemacht und sichergestellt.

Von der Burg steigen Sie gelber Markierung folgend in die Ortschaft Rotstejn hinunter, wo Sie an einer Volksplastik von Johann Nepomucky aus dem 18. Jahrhundert in einer Felsennische vorbeigehen. Ein aufmerksamer Besucher kann auch eine Felsenschmiede bei dem Nachbarhaus sehen. Gelber Markierung folgend, gelangen Sie auf einem Pfade, der durch ein kleines Tal führt, zur Kreuzung Podloktusi, wo Sie in einer Gaststätte essen können. Nach Turnov kehren Sie mit dem Bus zurück.

Wenn Sie sich für die zweite Möglichkeit entscheiden, gehen Sie vom Wegweiser über Klokocske pruchody (Durchgang) rechts nach roter Markierung. Um die Ortschaft Pruchody kommen Sie durch den Wald an den Rand des Felsenplateaus und steigen zur Höhle Postojna, genannt auch Amerika, hinunter. Es ist die grösste Pseudokarsthöhle im Böhmischen Paradies. Besiedelt wurde sie schon im Paläolit vor 50.000 Jahren. In der Umgebung sind auch weitere kleine Höhlen.

Unsere Strecke folgt immer weiter gelbe Markierung durch Grünes Tal in die Ortschaft Mezati, wo Sie sehenswürdige Martersäule sehen können. Danach gehen Sie zuerst auf schmaler Strasse und später auf ziemlich frequentierter Strasse nach Bela. Hier biegen Sie links ab und stromabwärts entlang der Stebenka gelangen Sie nach Turnov. Sie gehen an monumentaler neugotischer Kirche der Jungfrau aus den Jahren 1825-1853 vorbei, deren Besonderheit der nicht vollendete Turm ist, der Dominante der Stadt wurde. Über Marianske Platz kommen Sie in die Markova Strasse, die auf dem Platz des Böhmischen Paradieses endet. Hier endet auch unsere Strecke.

29.4.2004 13:34:47 | abgelesen 14122x | iguana
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