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Der Waldsteinweg

Die Gestalt Albert von Waldsteins ist nicht nur mit dem Dreißigjährigen Krieg verbunden, sondern auch mit den Anfängen der Barockkunst bei uns. Nachdem er zur katholischen Kirche konvertiert war, eröffnete sich ihm der Weg zu militärischen Erfolgen und zu einer berauschenden Karriere. Nebenbei war Waldstein auch der bemerkenswerteste Ökonom seiner Zeit und vom Zentrum seines Friedländer Herzogtums aus, das Jičín war, schuf er ein Beispiel frühbarocker Architektur. Sein Tod am 25. 2. 1634 beendet nicht nur die Karriere einer der markantesten Gestalten unserer Geschichte, sondern für lange Zeit wurde auch die Entwicklung Jičíns selbst gestoppt, das in jener Zeit von den Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges gezeichnet war.

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Der ausgedehnte Komplex des Waldsteinpalastes, des Gartens, der Salla terrena und der Reitschule, die in den Jahren 1623-1629 durch Waldsteins italienische Architekten geschaffen wurden, ist ein sehr bedeutendes frühbarockes Denkmal, das in der Kriegszeit des Dreißigjährigen Krieges entstanden ist. Es handelt sich auch um eines der wenigen Werke, das zu Lebzeiten Waldsteins gänzlich beendet wurde und verleiht uns so eine Vorstellung über den Stil und die Großzügigkeit seiner unvollendeten Projekte.

Prager Informationsdienst, tel: +420 12 444

Mnichovo Hradiste

Auf dem Gelände des ehemaligen Kapuzinerklosters ist die Gruft von Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein untergebracht. In die hiesige Kapelle der Hg. Anna (kaple sv. Anny) ließ Vinzenz von Waldstein 1784 die Gebeine des Friedländer Herzogs sowie seiner Frau Lukrecia aus dem Kartäuserkloster in Valdice überführen, das durch Kaiser Josef II. zerstört worden war.

Schloss Mnichovo Hradiste, tel: +420 326 773 098

Bezdez

Ursprünglich königliche Burg, in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts durch Premysl Otokar II erbaut. Waldstein erhielt sie nach 1622. Zunächst ließ er sie als Schlüsselfestung, die den Südwesten des Herzogtums bewachte, befestigen. Nach den militärischen Erfolgen ließ er von seinem Vorhaben ab und ließ das Augustinerkloster aus Bela nach Bezdez überführen. Er bereitete hier die Dotierung des Klosters monserratinischer Benediktiner vor.

Burg Bezdez, 471 62 Okna, tel.: +420 487 873 131, e-mail: hrad.bezdez@spuul.cz

Ceska Lipa

Waldstein erhielt das konfiszierte Ceskoliper Herrengut im Jahr 1623 und gründete in Ceska Lipa früh ein Konvent beschuhter Augustiner mit einem Gymnasium und der Kirche Aller Heiligen (kostel Vsech Svatych). Hier bemüht er sich um die Erneuerung der Probstei der Plastker Zisterzienser an der Kirche der Hg. Maria Magdalena (kostel sv. Mari Magdaleny). Die Stadt ist für ihn ein wichtiger Zentralsitz an der Westgrenze des Friedländer Herzogtums.

Städtisches Informationszentrum, nam. T. G. Masaryka 2, 470 01 Ceska Lipa
tel.: +420 487 881 106, fax: +420 487 881 105, e-mail: mic@mucl.cz, www.mucl.cz

Lemberk

Lemberk, eine frühmittelalterliche Burg, wurde Mitte des 13. Jahrhunderts zum Schutz der Landeswege von Böhmen in die Lausitz gebaut. Begründet durch die Markwarts, einem alten Adelsgeschlecht, von denen auch die Waldsteins ihren Ursprung ableiten. Den Namen der Burg - Löwenberg - erklärt die Löwin im Wappen der Markwarts und im Wappen der Waldsteins. Albrecht von Waldstein erhält den uralten Teilort des Geschlechts als Konfiskat und verleiht es später als Friedländer Lehn.

Staatliches Schloss Lemberk, 471 25 Jablonne v Podjestedi
tel.: +420 487 762 305, e-mail: szlemberk@quick.cz, www.spuul.cz

Grabstejn

Eine der ältesten Burgen in Nordböhmen, schützte das Tal der Neiße und den durch ihn führenden Weg nach Böhmen. Des bedeutenden strategischen Landespunktes sowie des umliegenden Herrenguts bemächtigte sich Waldstein als Konfiskat und trat es im Jahr 1633 an den Grafen Maximilian von Waldstein ab.

Staatliche Burg und Schloss Grabstejn, 463 34 Hradek nad Nisou
tel./fax: +420 482 724 208, tel.: +420 482 724 301www.hradek.cz/grabstejn

Zittau

Zittau mit dem Aussichtssteg des Turms der Johanniskirche ist für eine einmalige Möglichkeit der Wahrnehmung des (katholischen) Friedländer Herzogtums von außen, aus einem politischen, protestantisch Gebiet auserwählt. Man kann von hieraus über die durch die Berge befestigte Nordgrenze des Herzogtums schauen und sich die bedeutsame Position der Stellung der Burg Grabstejn und Frydlant auf den Zugangsstrecken bewusst machen.

Tourist Information, Rathaus, Markt 1, D-02763 Zittau, BRD
tel.: +49 3583 75 21 37?8, e-mail: tourist-info@zittau.de, www.zittau.de

Frydlant

Die Burg aus der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde nach dem Jahr 1620 Eigentum von Albrecht von Waldstein und gleichzeitig auch zur Basis seines Fürstentums, später des Friedländer Herzogtums. Auf Frydlant weilte Waldstein nicht oft, als Residenzstadt wählte er Jicin. Frydlant war für ihn jedoch ein wichtiger nördlicher Stützpunkt des Herzogtums und er ließ sie deshalb durch den Fortifikationsingenieur Giovanni Pieroni gründlich befestigen.

Schloss und Burg Frydlant, Zamecka 4001, 464 11 Frydlant v Cechach
tel.: +420 482 312 130, fax: +420 482 311 629, e-mail: zamek_frydlant@volny.cz, www.zamekfrydlant.cz

Hejnice

In der Klosterkirche des Besuchs der Jungfrau Maria (Navstiveni P. Marie) ist ein Feldaltar der Waldsteins erhalten.

Römisch-katholische Kirche, Klá?terní 1, 463 62 Hejnice,
tel.: +420 482 360 211, fax: +420 482 360 299, e-mail: raban@mcdo.cz, www.mcdo.cz/farnosti/

Liberec

Die heutige bedeutende Industriestadt war ursprünglich ein Dorf und noch in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts nur ein kleines Städtchen mit Tuchproduktion. Dieses Städtchen wurde unter Albrecht von Waldstein im Jahr 1630 als wichtiges Produtions- und Handelszentrum erweitert. Die kurze Zeit des Friedländer Herzogtums ist für Liberec, das nicht einmal in seiner Geschichte einen bemerkenswert starken Aufschwung verzeichnete, sehr wichtig.

Nordböhmisches Museum
tel.: +420 485 246 111, e-mail: muzeumlb@proactive.cz, www.muzeumlb.cz
Städtisches Informationszentrum, nam. Dr. E. Benese, 460 59 Liberec 1
tel.: +420 485 101 709, e-mail: mic@infolbc.cz, www.infolbc.cz

Turnov

Die Lage der Stadt prädestiniert Turnov, eine Kreuzung wichtiger Wege zu sein. Von hier kann man seinen Weg aus Richtung Frydlant weiter nach Jicin fortsetzten, oder auch abbiegen und entlang des Stromes der Iser nach Zentralböhmen, nach Prag gehen. Für Waldstein war die Stadt gleichzeitig auch ein wichtiges Produktions- und Handelszentrum. Bereits seit dem Mittelalter ist Turnov zum Beispiel durch das Schleifen von Edelsteinen bekannt.

Städtisches Informationszentrum, nam. Ceskeho raje 26, 511 01 Turnov
tel: +420 481 366 255-6, e-mail: info@turnov.cz

Valdstejn

Waldstein, ein natürlicher Name für die auf einem riesigen Sandsteinfelsen errichtete Burg. Die ursprüngliche Burg des Geschlechts der Waldsteins wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet, später ging sie auf andere Eigentümer über. Albrecht von Waldstein erhielt sie von den Smiřichýs, als er die Verwandtschaft mit den Smirickys ausnutzte und sich zum Vormund des schwachsinnigen Jindrich Smiricky, dem letzten männlichen Angehörigen des Geschlechts erklärte.

Hrad Valdstejn, tel: +420 481 312 304

Hruba Skala

Ursprünglich auf dem Plateau zweier riesiger Felsblöcke errichtete Burg. Unter Waldstein war es bereits ein Schloss, das früher von den Smirickys umgebaut worden war. In den Augen Waldsteins war Skala ein durch seine Lage außerordentlich bedeutsamer Ort, wovon die Tatsache zeugt, dass er sich entschied hier ein Archiv anzulegen.

Zamek Hruba Skala, tel. +420 481 389 681

Valdice

Das Kartäuserkloster wurde in Valdice ab dem Jahr 1627 durch die italienischen Architekten Andrea Spezza und Giovanni Pieroni errichtet. Es wurde gleichzeitig mit der Waldsteingruft projektiert. Nach der Auflösung des Klosters durch Josef II. wurden die Gebeine des Herzogs fortgeschafft und auf dem Areal des ehemaligen Klosters eine Strafanstalt eingerichtet.

Kloster - nicht zugänglich

Libosad

Am Ende einer fast zwei Kilometer langen, vierreihigen Lindenallee, die von Jicin wegführt, wurde der Komplex eines Ehrenhofes sowie eine Salla terrena, Waldsteinloggia genannt, errichtet. Dieses vorstädtische Vergnügungszentrum Waldsteins wurde an den Schnittpunkten der Landschaftslinien, an den Verbindungen zwischen dem Berg Velis, der Valdicer Karthause und der Achse des Parks Loggia, dem sog. Libosad projektiert.

Jicin

Die Ende des 13. Jahrhunderts gegründete Stadt ging im 17. Jahrhundert mit weiterem Eigentum der Smirickys in den Besitz von Albrecht von Waldstein über. Es wurde zum Verwaltungszentrum des Friedländer Herzogtums, wo Waldstein seine Residenz begründet, einen Palast baut, daneben die Probsteikirche des Hg. Jakob (sv. Jakuba), ein Jesuiteninternat, ein Seminar und ein Gymnasium, er gründet hier auch die Neustadt mit einer neuen Kirche, der heutigen Kirche der Jungfrau Maria de Sale (P. Marie de Sale).

Städtisches Informationszentrum, Valdstejnovo nám., 506 01 Jicin
Tel./fax: +420 493 534 390, e-mail: ceskyraj@consultour.cz, www.jicin.org

29.4.2004 15:50:48 | abgelesen 9813x | Jana Drexnerová
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