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Felsenstädte, Felsgebilde

Apolena

(Naturreservat)
Das Felsenstädtchen besteht aus sehr weichem Sandstein mit einer geringen Beimischung von Kaolinkitt. Hier finden wir das größte unterirdische System eines Spalten-Klufttyps im Böhmischen Paradies.

Besedicke skaly

Ein touristisch außerordentlich lohnenswertes Gebiet, das sich aus mehreren kleineren Gebieten zusammensetzt. In den Felsen von Kalich führt ein markierter Fußweg durch einen "Kinderlabyrinth" und zum Heiligtum Kalich. In den Felsen von Chleviste gibt es einige erstklassige Aussichten ins Isertal, unter Sokol gibt es einen Basaltfelsen mit einem großartigen Ausblick auf die gegennüberliegenden Suche skaly und unweit befindet sich auch die Ruine der Burg Zbiroh. Die Mehrzahl der interessantesten Orte durchquert der 1935 eröffnete gelb markierte Touristenpfad Dr. E. Benes.

Borecke skaly (Felsen bei Bor)

Kleineres Felsengebiet auf der Anhöhe Bor. Das bloßgelegte Plateau von Sandsteinquadern wird hier von bis zu 50 m hohen Felswänden begrenzt. Bemerkenswert ist auch der Bestand eines Reliktkiefernwaldes auf den Felsen. Stellenweise ist er verkümmert und sein Alter wird auf 120 Jahre geschätzt. Von der Aussicht Svatopluk Cech eröffnet sich einer der schönsten Ausblicke auf Trosky.

Drabovna

Felsen mit dieser Namensgebung finden wir im Böhmischen Paradies gleich einige und wir müssen uns deshalb vor einer Verwechslung vorsehen. Drabovna finden wir auf dem Kozakov, aber auch südwestlich von Mala Skala. Die Draber Stübchen (Drabske svetnicky) sind Überreste einer Felsenburg auf einem hohen Felsmassiv unweit von Mnichovo Hradiste (siehe Ruinen S.).

Drabovna (Kozakov)

Sandsteinkamm am Südhang des Kozakov mit einer künstlich ausgehauenen Kammer, die im Mittelalter wohl als Wachturm diente. Weiter unten sind dann die Höhlen Babi und Kudrnacova pec mit dem Fundort einer Steinschleiferwerkstatt aus der jüngeren Steinzeit sowie dem romantischen, felsigen Mondtal (Mesicni udoli).

, velikost: 23.87 KB, obrázek se otevøe v novém oknìHruboskalsko (Gebiet von Hruba Skala)

Der bewaldete Kamm zwischen Hruba Skala und Turnov bedeckt ein ausgedehnte Sandsteinplateau, das bis zu einer Höhe von 400 Metern über dem Meeresspiegel emporragt. Im gedachten Dreieck Hruba Skala, Sedmihorky und Turnov befindet sich der berühmte Skalak, eine Felsenstadt mit mehr als 400 Türmen, die Höhen von bis zu 55 Metern erreichen. Hier gibt es die berühmten Klettergebiete Majak, Kapelnik, Draci skaly und weitere. Hier finden wir das Massiv Certova ruka (Teufelshand) mit archäologischen Funden einer prähistorischen Burgstätte. Im vielsagend Sahara bezeichneten Gebiet stehen schöne einzeln stehende Türme und unweit von ihnen liegt ein symbolisches Bergsteigerdenkmal (zu ihm führt uns die Markierung von der Marianska vyhlidka (Marienaussicht). Von den Aufstiegen zum Kapelnik sagte man, dass sie ein "Prüfstein für Klettermeister" sind. Der längsten Wand des Hruboskalsko liegt gleich gegenüber die Talwand auf den Podmokler Turm, Kletterer sichern sich bei seiner Bewältigung an 7 Ringen. Der Sandstein in diesem Gebiet ist einer der weichesten und brüchigsten, oft genügt es, mit der Hand über eine Wand zu fahren und von ihr fällt Sand, sog. "Salzsand" ab. Die Besichtigung der Felsen kann gut mit einem Besuch von Hruba Skala (Schloss), dem Baumgarten Bukovina, Sedmikorky (ehemaliges Bad, Baden), Valdstejn (Burgruine), dem Kopic-Gut (Volksarchitektur), der Aussicht Hlavatice verbunden werden. Interessante Orte sind auch der enge Felsdurchgang Mysi dira (Mauseloch) und die Grotte Adamovo loze (Adamsloge). Vom Schloss Hruba Skala nach Hlavatice führt der rot markierte Goldene Pfad des Böhmischen Paradieses (Zlata stezka Ceskeho raje) und auf ihm gibt es einige wunderschöne Ausblicke auf die Felsenstadt (U Lvicka und Na Kapelu). Auch ein Abstecher zur Marienaussicht zahlt sich auf jeden Fall aus, von woaus sich eine der fotogensten Ansichten des Böhmischen Paradieses bietet: Schloss Hruba Skala über einem Meer von Wäldern und Felsen und am Horizont Trosky.

, velikost: 57.76 KB, obrázek se otevøe v novém oknìKalich - Chleviste

Felsenlabyrinth bei Besedice. In der Mitte von fünf Höhlen befindet sich eine Grotte mit symbolischem Bethaus der Böhmischen Brüdergemeinde. Diese Felsen waren eine Zufluchtsstätte der verfolgten Nichkatholiken.


Klokocske a Betlemske skaly (Felsen bei Klokoci)

, velikost: 123.47 KB, obrázek se otevøe v novém oknìDas Felsengebiet besteht aus paläozonischem Sandstein mit einer Stärke von bis zu 60 Metern. Der zusammenhängende Felswall der Klokocske skaly oberhalb der gleichnamigen Gemeinde erweckt den Eindruck, dass ihn irgendein Riese mit einem Riesenlineal geebnet hat. Er ist etwa 1600 Meter lang und in ihm befinden sich viele Aushöhlungen. Der Nordausläufer wird Betlemske skaly (Betlehemsfelsen) genannt und wir finden in ihnen auch gut entwickelte Pseudokarstbohrungen. Im Grünen Tal (Zeleny dul) verbirgt eine enge Öffnung die größte Pseudokartshöhle im Turnover Gebiet, Postojna genannt. Touristisch lohnenswert sind auch die Klokocer Durchgänge (Klokocske pruchody) und die Reste der Felsenburg Rotstejn.


, velikost: 101.38 KB, obrázek se otevøe v novém oknìPrachovske skaly (Prachover Felsen)

Als in der Steinzeit die Prachover Felsen als natürlicher Unterschlupf der damaligen Bewohner diente, hat noch niemand geahnt, dass sie einmal eine große touristische Attraktion sein werden. Eine Erinnerung an diese Siedlung waren Funde von Brand- und Knochengräbern, Bruchstücken von Keramik und Werkzeugen, Wall- und Befestigungsresten. Heute sind die Prachover Felsen, die 7 km von Jicin entfernt liegen, fast mit Sicherheit das bekannteste Felsengebiet der Tschechischen Republik. Sie haben eine touristische und bergsteigerische Vergangenheit und wurden bereits 1933 zum staatlichen Naturreservat erklärt. Auf einer Fläche von nur 187 ha erstreckt sich eine hinreißende Felsenstadt, die über 200 große Felstürme sowie eine Unzahl weiterer Felsen zählt. Die Touristenwege führen sowohl durch das untere Gängelabyrinth, wie auch auf den Höhen der felsigen Kämme. Ausgebaute Ausblicke bieten Blicke aus der Vogelperspektive und es genügt nur ein wenig Phantasie und wir entdecken unter uns Rübezahl, Madonna mit dem Kind oder die Prachover Nadel. Im Zentrum der Felsen liegt die Touristenbaude und unweit von ihr das Schwimmbad U Peliska. Pelisek ist eine Sagengestalt des Wächters und Beschützers der Pachover Felsen, am Schwimmbad steht eine Plastik von ihm. In der Neuzeit hat Pelisek starke Konkurrenz im Märchenräuber Rumcajs. Neben einer Besichtigung der Felsenstadt bietet sich auch ein Besuch der Ruine der Felsenburg Parez sowie eine Rast an den Jinolicer Fischteichen an. Zu den Prachover Felsen gelangen wir über zwei zahlungspflichtige Eingänge: einer von Prachov aus und der zweite von der Touristenbaude.

, velikost: 74 KB, obrázek se otevøe v novém oknìPrihrazske skaly

Ausgedehntes Sandsteinfelsgebiet östlich des Basaltberges Muzsky. Die auf den ersten Blick flache Hochebene ist voller tiefer Canons, an deren Rändern sich 178 Felsentürme und Randmassive befinden. Der bekannteste Felsen ist der Kobyla (Stute), der unter den Türmen des Böhmischen Paradieses einen sehr bedeutenden Platz einimmt, er widerstand nämlich den Versuchen der Kletterer bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts. Der kürzeste Weg in die Felsenstadt führt vom Parkplatz am Restaurant in Prihrazy über die steilen Prihrazer Stiege.

Skalní sruby Jizery (Iserfelsschanzen)

(Naturdenkmal)
Zwei Kilometer südwestlich von Mnichovo Hradiste bildet das rechte Ufer des Flusses Iser ein geomorphologisch interessantes Canon. Dank der starken Flusserosion entstanden in den festen kalkreichen Gesteinen stark unterspülte Ufer und Nischen.

Sokol (Falke)

Felsen auf dem Hügel Sokol (562,5 m) 1 km südöstlich von Mala Skala entfernt. Auf dem westlichen Hang von Sokol ragt hoch über dem Tal des Flusses Jizera die Felsengruppe von Chleviste zum Himmel empor (Aussicht). Auf dem südlichen Hang ein Felsenlabyrinth Kalich, auf dem nordwestlichen Hang Suche skaly (Trockene Felsen).

, velikost: 111.29 KB, obrázek se otevøe v novém oknìSuche skaly (Trockene Felsen)

Attraktiver Felskamm aus festem Sandstein. Die Felsen ragen hoch über dem Wald hervor und erinnern von Weitem an eine riesige Orgel oder einen Drachenrücken. Die steinerne Kulisse ist das Ergebnis von Erdkrustenverschiebungen, als es zum Heben der unteren Sandsteinschicht kam, die in der Zeit des Känozoikums entstanden ist, und ihrem Drehen senkrecht zur Erdoberfläche. Die "Susky" sind ein sehr schönes und beliebtes Klettergebiet und wenn es im Böhmischen Paradies zu regnen beginnt, treffen sich alle Kletterer gerade auf ihren Gipfeln. Der Grund ist gerade der feste känozoische Sandstein, der im Gegensatz zur Mehrzahl der sonstigen Felsen zwischen Jicin und Turnov, auch ein Klettern bei Nässe schadlos übersteht. Seit dem Jahr 1965 sind die Suche skaly als Naturnationalpark ausgerufen.


, velikost: 101.1 KB, obrázek se otevøe v novém oknìVranovsky hreben (Kamm von Vranov)

Scharfer Kamm aus känozoischem Sandstein, den ähnlich den gegenüberliegenden Suche skaly gewaltige Naturkräfte am Ende des Tertiär gehoben und "zur Obacht" gestellt haben. Er wurde als strategischer Ort zum Bau der Burg Vranov genutzt. Später, wurde in den Ruinen des Vranov ein Pantheon eingerichtet, also ein Platz, der zur postmorten Verehrung bedeutender Angehöriger der Volkes bestimmt war. Die Aussicht Zahradka liegt 55 Meter direkt über dem Fluss Iser (Jizera). Den Felskamm durchquert der rot markierte Weg in Richtung Frydstejn.

29.4.2004 16:00:08 | abgelesen 29524x | iguana
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