Diese geologische Besonderheit ist das einzige Karstsystem im Kalkgestein der tschechischen Kreide. Aus einer offenen, etwa 20 m langen Höhle entspringt die kräftige Quelle des Vazovecer Bachs. In der Nähe gab es einst eine Glashütte, später eine Mühle und eine Glasschleiferei. Heute dient das Gebäude Erholungszwecken.
(Naturreservat)
Fischteich mit anliegender Nassgalle und Feuchtwiese. Im angrenzenden Lindeneichenwald wachsen die mächtigsten Stieleichen des gesamten LSG. Das Nordwestufer ist als Sandstrand hergerichtet und bereitet den Erholungssuchenden im Autocamp Freude.
Eingewachsener Waldtorfsee künstlichen Ursprungs am Hang von Tabor. Vorkommen einer Reihe von geschützten und seltenen Arten von Wasser- und Sumpfpflanzen.
Die Gruppe von Fischteichen am nordöstlichen Rand der Prachover Felsen ist einer der beliebtesten Erholungsorte des Böhmischen Paradieses. Der größte Fischteich heißt Obrovsky (Riesiger) (11,4 ha), der zweitgrößte Nemecek (Kleiner Deutscher) (5,2 ha) und der kleinste Vrazda (Mord) (2,1 ha). Die ersten beiden sind sehr gut zum Baden geeignet und es gibt dort viele Wochenendhäuser und Camps. Der Ort ist ideal für einen Tourstart in die Prachover Felsen.
Tal der Iser bei Semily und Bitouchov (Naturreservat)
Galerie an der Iser (Naturdenkmal)
Die Iser entspringt im Isergebirge und wenn sie das Böhmische Paradies begrüßt, hat sie bereits fast 50 Kilometer des Stroms durch ein geschlossenes Tal hinter sich. Erstmals gibt sie sich der vollen Sonne erst auf den Wiesen hinter Turnov preis und ihre Wanderung endet mit dem Münden in der Elbe unweit Celakovice. Zwischen den Städten Semily und Turnov schafft sie ein malerisches Tal. Der canonartige Abschnitt mit gemischten Waldbewuchs und geologisch wertvollen Felsausgehendem zwischen Bitouchov und Podspalov wurde als bedeutendes landschaftsbildendes Element zum Naturreservat erklärt. Es ist auf dem touristischen Riegrpfad (Riegrova stezka) zugänglich, der stellenweise über schwebende Eisengalerien, in den Felsen über dem Fluss befestigte Stege führt. Die enge Klamm, die die Iser hier durchfließt, war einst noch enger, wurde aber von Anschwemmungen verstopft und deshalb künstlich erweitert. Am linken Ufer entlang führt eine Eisenbahnstrecke, für die eine Reihe von Tunneln mit einer Gesamtlänge von 743 Metern gehauen werden mussten. Für das Wasserkraftwerk in Spalov wird aus dem Fluss Wasser entnommen und durch einen 1300 Meter langen Kanal geleitet.
Klokocka ist ein Teil der Aue des Bachs Bela an der Eisenbahnstrecke in Velky Reckov. Hier finden wir ein Beispiel für glaziale Taigareliktnassgallenvegetation und einen von zwei Orten des sibirischen Goldkolbens in der Tschechischen Republik. Die Fauna ist hier vor allem durch Gliedertiere, Weichtiere und Amphibien vertreten, den überwiegenden Teil des Schutzgebietes bedeckt ein Nassgallenweidenerlenwald.
Zwei schön gelegene Fischteiche, zwischen denen sich reine Nadelwälder mit Sandsteinfelsen erstrecken. In beiden Teichen kann man angenehm baden und es gibt dort Campingplätze. Sie sind ideale Ausflugsbasen in das Gebiet um den Berg Muzsky also zum Valecov, den Draber Stübchen, die Prihrazer Felsenstadt, aber auch auf die Burg Kost.
Linker Zufluss der Iser. Zwischen Trosky und den Borecker Felsen bildet sie einen fast zwei Kilometer langen Mäanderstrom und dieser beherbergt gemeinsam mit halbnatürlichen Uferräumen zum Beispiel den Eisvogel, die Bachstelze, den grauen Springfrosch und Wildenten.
An den Sekerkovy Loucky gab es in der Vergangenheit neun Fischteiche und auch heute bilden drei mit den Namen Cihlak, Krizak und Nohavice das nördlichste Fischteichsystem im Böhmischen Paradies. An ihren Ufern sind vier Mühlen erhalten geblieben.
Touristisch und erholungsmäßig ungewöhnlich attraktive Orte des Böhmischen Paradieses. Aus den Talauen und Nassgallen legten die Menschen im 16. Jahrhundert hier eine Reihe von Fischteichen zum Zwecke der wirtschaftlichen Nutzung des Gebietes an und für die heutige Zeit entstand ein Raum von außerordentlichem landschaftlichen und naturwissenschaftlichen Wert. Das einmalige canonartige Tal säumen Sandsteinfelsen und diese sind oft auch das Ufer der Fischteiche. Wir zählen ihrer acht: Vidlak mit Restaurant, Parkplatz und Campingplatz, Krcak, Rokyticky und Hrudka, der flache Dolsky, Podsemin sowie die zwei beliebtesten "Badeteiche" - Nebak und Vezak. Der Vezak (Vezicer Fischteich) ist in einem wunderschönen Tal gelegen und dank der Wirksamkeit des Ortes wurde er mehrmals als Kulisse für Filmdreharbeiten ausgewählt (z. B. Wie kriegen wir Vati in die Besserungsanstalt). Das Naturreservat Podtroseker Täler schützt den umfangreichsten Komplex von Feuchtbiotopen auf dem Gebiet des LSG Böhmisches Paradies.
Naturreservation (125 ha, seit 1951), Canongebiet mit gemischten Waldbeständen und geologisch wertvollem Gebilde. Für die Fussgänger dient der Rieger-Weg , der auf dem rechten Ufer von Jizera aus Semily nach Zelezny Brod führt, und den Besuchern Zutritt in dieses Gebiet ermöglicht. Der Weg wurde zum Teil in die Felsen gesprengt und führt über eine hängende eiserne Galerie (80 m lang). Technisch interessant ist die Eisenbahnstrecke auf dem linken Ufer des Flusses, die durch eine Serie von Tunneln in der Gesamtlänge von 743 m führt. Auf dem rechten Ufer ist ein 1300 m langer Tunnel, der das Wasser von dem Wehr der Jizera zu dem Wasserkraftwerk unter Spalov zuführt.
(Naturnationaldenkmal)
Teil der Aue des Baches Rokytka unweit Nova Ves. Es kommt hier das seltene postglaziale Relikt des sibirischen Goldkolbens in charakteristischen Gemeinschaften vor (Grün- und Schwarzerlen).
Die Burg Kost steht auf einem Sandsteinfelsen an einer Stelle, wo drei Täler aufeinandertreffen. Im Tal, das aus Nordwesten aus tiefen Wäldern kommt, gibt es gleich an der Burg einen kleinen Fischteich und hinter ihm in den Felsen Spuren einer uralten Besiedlung. Im Norden befindet sich ein Tal mit zwei größeren Fischteichen. Die Burg spiegelt sich auf der Oberfläche des Bily (Weißen), der entferntere heißt Cerny (Schwarzer). Die Fischteiche spielten bei der Verteidigung der Burg eine wichtige Rolle. Von Libosovice kommt das dritte schöne Tal - das Proskoper. Nach der Vereinigung der drei Täler läuft unter der Burg das malerische Tal des Baches Klenice weiter, das von Sandsteinfelsen gesäumt ist und Plakanek (Weinender) genannt wird. Über den traurigen Namen berichten eine Reihe von Sagen, aber die Wahrheit ist wesentlich prosaischer. Die Menschen, die unter der Burg Holzkohle herstellten, hatten vom Rauch kranke Augen, die ihnen tränten und deshalb nannte man sie "Weinende" (laut anderen Quellen hieß sogar eine Köhlerfamilie so). Unter der Stelle, wo sich das Tal von Vesec (Vesecky Plakanek) anschließt, verteilt der Quellbrunnen Roubenek sein Wasser, ein beliebter Platz des Schriftstellers, Dichters und Dramatikers Frana Sramek (1877-1952).
Der Fischteich, der im Tal unterhalb der ehemaligen Burg Kozlov gut vor dem weltlichen Verkehr geschützt ist, bietet vor allem besonders geschützten und bedrohten Arten von Nassgallenpflanzen und - tieren in Verbindung mit einer Wiese und einem Fischteich grundlegende Lebensbedingungen.
Großer Fischteich (45 ha) unterhalb des Nordhangs des Berges Muzsky. Auch trotz Missgunst des Schicksals - als "Nachbarn" hat er nämlich eine Landstraße, eine Eisenbahn und eine Autobahn - blieb er ein Paradies für Wasservögel. Baden ist hier nicht gestattet.
Bach bis Fluss, der im westlichen Teil der Prachover Felsen entspringt. Nach 24 km mündet er in die Iser. Bildet ein schönes Tal, gesäumt von Felsen und durch sein Anstauen entstand der über einen Kilometer lange, "schlanke" und romantische Fischteich Nebak, der ein angenehmes Baden ermöglicht. Unterhalb seines Damms steht die ehemalige Wolfsmühle (Vlkuv mlyn).