Benešov u Semil

Gemeinde Benešov u Semil

Das Dorf Benešov u Semil liegt am Südhang des Benešovský Hügel, der einen schönen Blick auf das Riesengebirge, Ještěd, Tábor, Kozákov und Kumburk bietet. Die natürliche südliche Grenze des Dorfes wird durch den Fluss Iser gebildet, der hier malerische Gegenden schafft.

Tourismus, Sport, Vereine

Benešov ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren. Im Sommer besteht die Möglichkeit zum Naturbaden und Angeln, außerdem gibt es in der Nachbarschaft des Dorfes einen Golfplatz. Für Langlauffans ist im Winter oberhalb des Dorfes eine Rundstrecke mit Loipe angelegt.

Durch die Gemeinde verlaufen zwei markierte Radwege – der regionale Radweg Nr. 4174 (Vysoké n. J. – Lomnice n. P.) und vor allem der überregionale Fernradweg Nr. 17 – Greenway Iser, der entlang des Flusslaufs Iser auf einer Länge von 170 km das Isergebirge Riesengebirge, Horní Pojizeří, Böhmisches Paradies, Polabí und Prag verbindet.

Vereinsaktivitäten und Sport haben in Benešov eine lange Tradition. In der Gemeinde sind bzw. waren die Freiwillige Feuerwehr, der Sokol-Turnverein, die Theatergruppe Jizera, der Jagdverein Jizera, der Verein der tschechischen Wanderer, der Sportverein und seit kurzem auch der Verein Kulturníci aktiv.

Das Umfeld für Familien und Sportveranstaltungen bietet die 2004 komplett renovierte Mehrzwecksportanlage.

Gemeinde an der Iser

Das Dorf Benešov u Semil liegt am Südhang des Benešovský Hügel. Die Iser, die die natürliche Südgrenze des Dorfes bildet, schafft hier malerische Ecken.

Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahr 1411, als das Dorf zur Herrschaft Semily gehörte. Früher lebten die Einheimischen von der manuellen Verarbeitung von Flachs und Baumwolle, Ende des 19. Jahrhunderts folgte die Fabrikproduktion. Die steilen Felsufer der Iser wurden im Jahr 1878 von der Straße Semily–Sytová überquert, die die Entwicklung dieses Teils des Dorfes ermöglichte.

Nach 1880 baute František Matouš am Flussufer ein Steinfloß und ein Erdgeschoss-Holzgebäude einer Baumwollspinnerei und gründete die erste tschechische Textilfabrik am gesamten Fluss Iser. Eine weitere Textilfabrik wurde vierzehn Jahre später in einem abgelegenen Ort namens Hradišťata errichtet. Die Textilfabrik, einschließlich des Teils des Dorfes unterhalb des Felsens Mošná, wo bis 1877 kein einziges Gebäude stand, veränderte sich innerhalb weniger Jahre bis zur Unkenntlichkeit.

Derzeit kommt man auf dem Weg von Semily entlang des Flusses dreimal durch Benešov u Semil, denn die Straße durchquert nach und nach die Ortsteile Pod Mošnou, Hradišťata und Podolí, die nach dem Bau von Fabriken entstanden sind, die heute geschlossen sind. Das Dorfzentrum mit Schule, Gemeindeamt, Friedhof, Sportanlage und Feuerwache liegt im oberen Teil des Dorfes.

Postkarte von 1899
Postkarte von 1899

Hängebrücke über die Iser

Die Iser, der größte rechte Zulauf der Elbe, entspringt am Südhang des Berges Smrk im Isergebirge und fließt nach einer Reise von fast fünfzig Kilometern nach Benešov u Semil.

Der Fußgängersteg, der in Benešov den Fluss überquert, nutzt die steinernen Stützmauern des Wehrs und ist die einzige Stelle im Dorf, an der man auf die andere Seite überqueren kann. Er dient den Bürgern von Bořkov und Benešov, die am linken Ufer der Iser leben, sowie den Besitzern von Freizeiteinrichtungen, Fischern und Pilzsammlern. Hierdurch reisen auch Ausflügler auf der Strecke von Košťálov über Benešov nach Bozkov und zu den Bozkov-Höhlen.

Ursprünglich war die Überquerung des Flusses nur über eine Furt möglich und erst in den Jahren 1963–1966 wurde ein Fußgängersteg über die Krone des Iser-Wehrs gebaut. Allerdings waren seine Stützen bei Überschwemmungen, die in den letzten Jahren nicht gerade selten waren, ein unangenehmes Hindernis. Oft fingen sie treibende Baumstämme ein, die das Flussbett blockierten.

Im Sommer 2002 wurde daher wenige Meter unterhalb des Wehrs ein neuer Hängesteg ohne Stützen errichtet. Dieser einzigartige Fußgängersteg im modernen Alpenstil ist einzigartig in der Tschechischen Republik und in dieser Form auch in Europa. Die Holzträger, das Brückendeck und die Geländer werden von einer Stahlankerkonstruktion und Seilen (oder Stangen und Zugstangen) getragen.

Der Bau wurde von der Gemeinde Benešov u Semil gemeinsam mit den Gemeinden Košťálov und Slaná u Semil finanziert, zu deren Kataster das linke Ufer des Flusses Iser gehört. Auch das Unternehmen Kredit Zentrum Semily beteiligte sich. Anlässlich der feierlichen Eröffnung des Fußgängerstegs wurde eine begrenzte Anzahl von Gedenkmedaillen mit diesem Motiv ausgegeben.

Im Zeitraum 2021–2024 entstand am Wehr ein Fischübergang, ergänzt durch ein Wasserwirbelkraftwerk. Neben der primären Beseitigung einer Wanderungsbarriere für Fische ist der Bau der Querung einzigartig in seiner Energierückgewinnung, die in der Tschechischen Republik bisher noch nicht realisiert wurde. Das kleine Wasserwirbelkraftwerk mit langsam drehenden Turbinen schont die Fische und ermöglicht ihnen die Wanderung in beide Richtungen. Dies trägt zur Gesundheit der Wasserpopulation und damit des gesamten Flusslaufs bei. Der Bau des Fischübergangs wurde vom Verein Svatý Petr mit Zuschüssen aus dem operationellen Programm Umwelt der Europäischen Union.

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