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Die Drei Kreuze und das Gottesgrab bei Valdštejn werden von den Touristen oft übersehen

Zu diesem Ort bezieht sich auch eine Legende, die besagt, dass der Besitzer der unweit gelegenen Burg Valdštejn (Wallenstein) einst bei Dunkelheit und Nebel nach Hause ritt, jedoch beim schlechten Wetter im Wald vom Weg abkam. Sein Pferd ging eine Weile weiter, dann blieb er jedoch stehen und trotz der Aufforderung, weiter zu gehen, wollte es nicht – und nachdem sein Herr abstieg, bemerkte er, dass er sich am Rande einer Schlucht steht. Aus Dankbarkeit ließ er hier dann an diesem Ort den hiesigen Kalvarienberg („Kalvárie“) samt Kreuzweg errichten. Unweit der Burg Valdštejn kann man einen geheimnisvollen Ort aufsuchen, von dem die Touristen oft keine Ahnung haben – den Kalvarienberg mit dem Gottesgrab.

Dieser wunderschöne und zauberhafte Ort mit schöner Aussicht, an dem Sie die Energie des Gebietes des Böhmischen Paradieses spüren können, das ist nämlich der Kalvarienberg und das Gottesgrab in der Nähe der Burg Valdštejn. Am Rande eines hohen Sandsteinfelsens finden wir drei Steinkreuze, die Golgota – also den Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde – darstellen sollen. Allerdings leitet sich das tschechische Wort „Kalvárie“ aus der lateinischen Übersetzung des aramäischen Bergnamens Golgota ab, denn Calvariae Locus bedeutet „des Schädels Ort“ (der Berg hatte wahrscheinlich die Form eines Schädels). Auf dem mittleren Kreuz wurde Jesus gekreuzigt, von beiden Seiten dann die beiden Verbrecher – auch hier auf dem Kalvarienberg bei Valdštejn wurde Jesus auf dem Kreuz dargestellt, jedoch wurde die Statue zu einem unbekannten Zeitpunkt beschädigt und das Kreuz blieb ohne die Plastik.

Unter dem Kalvarienberg findet man einen im Felsen gemeißelten kleinen Raum, der das Gottesgrab, also das Felsengrab unweit von Golgota, in den Jesus gelegt wurde, symbolisiert. In dem kleinen Felsenraum finden wir einen Altar mit einer Plastik mit Bildern von Jungfrau Maria mit dem kleinen Jesus auf dem Arm. Der Kalvarienberg ist das Ende des damaligen alten Kreuzweges, der zu diesem Ort ursprünglich aus der Gemeinde Pelešany führte. Vom Kreuzweg blieb nur ein Stück erhalten, nämlich ein Bild am Weg vom Parkplatz unter der Burg Valdštejn; manchmal wird der Weg aus Pelešany als Wallfahrtsweg bezeichnet. Der gesamte Komplex wurde wahrscheinlich im 18. Jahrhundert während der romantisierenden Umbaus der Burg Valdštejn und ihrer Umgebung errichtet. Zum Kalvarienberg führt kein markierter Weg. Wer den Kalvarienberg besuchen möchte, muss an der Weggabelung „U Konic“ abbiegen – das ist die Weggabelung mit dem Holzkreuz zwischen der Burg Valdštejn und dem Felsenaussichtspunkt Hlavatice. Von hier aus geht dann der Wanderer entlang des einzigen Weges ohne touristische Markierung, und falls es ihm bestimmt ist, den Ort zu besuchen, dann wird er ihn auch sicher finden.

Und zum Schluss noch eine Bitte: verhalten Sie sich bitte diszipliniert, um den Genius Loci (den Geist des Ortes) nicht zu zerstören.

Informationsquelle: Interregion Jičín


 
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