Ktová

Ktová - Flugaufnahme

Das Dorf Ktová liegt in der Nähe der Burg Trosky am Zusammenfluss der Bäche Libuňka und Veselka. Wir erfahren zum ersten Mal von seiner Existenz dank einer Aufzeichnung eines Ereignisses aus dem Jahr 1318, als Vladyka Hrabiš von Ktová und seine Kumpane die Festung Údrnice überfielen. 

Das Dorf, das zu der Herrschaft Hrubá Skála gehörte, war früher relativ reich. Früher gab es hier zwei Landgüter (die heutige Nr. 6 und die Nr. 31) und zwei Mühlen mit besonderen Namen: Žampach (Nr. 29), die heute noch steht, und Rankovec in Láčkovky, die bereits 1497 verfallen war. Im Jahr 1858 wurde am Bach Veselka eine neue Mühle gebaut, die den Namen Pod Habrem erhielt, gemahlen wurde dort aber nur bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. 

In Ktová gab es früher vier Teiche: Dymák, Žampach, Křenovka und Rybnice. Mit der Zeit wurden sie jedoch nicht mehr gepflegt und in Wiesen umgewandelt.

An dem Weg zur örtlichen Siedlung Kabáty steht ein steinernes Sühnekreuz, eines der wenigen erhaltenen in der Region Turnov. Lange Zeit war auf ihm die Jahreszahl 1718 zu sehen, aber es ist möglich, dass es noch aus dem Mittelalter stammt. Die Sühnekreuze waren im Mittelalter eine Form der Bestrafung oder eine Vereinbarung mit dem Opfer, die vom Gericht beschlossen wurde.

1890 wurde auf dem Dorfplatz eine Statue der unbefleckten Jungfrau Maria errichtet, deren Bau von den Bürgern aus der Region mit ihren Spenden finanziert wurde. Die Statue ist von dem ursprünglichen geschmiedeten Zaun umgeben. 

Erwähnenswert sind auch einige gezimmerte und gemauerte Landhäuser, das denkmalgeschützte Tor beim Landgut Nr. 43 und die bereits erwähnte Mühle Žampach. 

1861 wurde im Dorf die erste Schule errichtet, die Kinder wurden in dem Gebäude unterrichtet, in dem sich heute das Gemeindeamt befindet. In den Jahren 1886-1887 wurde ein neues Gebäude für die Bedürfnisse der Schule gebaut. Seit der Zeit der Nationalen Wiederbelebung wurde in Ktová ein Theater gespielt, hier wirkte der Kulturverein Jednota severočeská (Nordböhmische Einheit) und hier wurde eine Bibliothek eingerichtet.

Bereits 1809 wurde das Dorf von einer Staatsstraße durchschnitten, die eine Verbindung zu den größeren Städten der Umgebung sicherte und immer noch sichert. 1903 wurde auch eine Eisenbahn nach Ktová eingeführt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ktova.wz.cz